Demokratie ist (k)ein Kindergeburtstag

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Demokratie ist (k)ein Kindergeburtstag

 


Die Zeiten, in denen Rechtsextreme vor allem durch militante Aufmärsche auffielen, sind lange vorbei. Sie besetzen zunehmend gesellschaftspolitische Themen und versuchen, sich mit geänderten Strategien neue Wirkungskreise zu erschließen. Dabei geben sie sich betont harmlos und angepasst. Auf der kommunalen Ebene engagieren sie sich vor allem in vielen ländlichen Gebieten: Sie bieten Hausaufgabenbetreuung an oder lassen sich als Elternvertreter_innen wählen. Aber auch im Bereich der Kleinkindpädagogik werden Erzieher_innen verstärkt mit rechtsextremen Einstellungen konfrontiert.

Um dieser Problematik entgegenzutreten, bietet die Amadeu Antonio Stiftung mit der umfangreichen Broschüre „Demokratie ist (k)ein Kindergeburtstag“ eine Handreichung für Kindertagesstätten im Umgang mit Rechtsextremismus an. In dieser werden unter anderem Fortbildungsprogramme für Erzieher_innen und Pädagog_innen vorgestellt, bei denen zentrale Fragen besprochen werden, wie: Woran erkennt man überhaupt Rechtsextreme? Wie soll man diesen Einstellungen begegnen?

Demokratie ist nicht selbstverständlich

Demokratische Einstellungen, Werte und Normen werden vor allem durch Bildung und Sozialisation geprägt, daher kommt den Erzieher_innen eine besondere Verantwortung zu. Der respektvolle Umgang mit anderen Menschen, verschiedenen Meinungen und Verhaltensweisen steht dabei im Fokus einer demokratischen Pädagogik. „Demokratie ist eben nicht pauschal etwas Selbstverständliches. Demokratie muss tatsächlich gelernt werden“, heißt es dazu in der Broschüre.

Die Handreichung hat dabei den Themenschwerpunkt der Geschlechterdemokratie, „denn gerade diese Perspektive mitsamt ihrer Bedeutsamkeit für eine gleichberechtigte Teilhabe wird häufig vernachlässigt“. Für eine demokratische Gesellschaft, ist nicht nur die Gleichwertigkeit zwischen Menschen mit verschiedenen Hintergründen, sondern auch die Gleichwertigkeit und Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern unabdingbar. Dafür ist die Fähigkeit zur Selbstreflektion und Auseinandersetzung mit eigenen Vorstellungen und Leitsätzen der Pädagogen notwendig.

Geschlechterreflektiertes Arbeiten ist wichtig

„Betrachten wir bspw. die Erziehung zum 'Aushalten-müssen' oder anders gesagt, die Erziehung zur Härte. Das ist eine Eigenschaft, die auch im Rechtsextremismus sehr wichtig ist in der Erziehung von Jungs.“ Mit diesen Worten betont die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Esther Lehnert die Notwendigkeit eines Genderfokus in der pädagogischen Arbeit. Erzieher_innen müssen für dieses Thema sensibilisiert werden und auch ihre eigene Haltung zu geschlechtsspezifischen Prozessen kritisch hinterfragen. Gerade weil Kinder häufig gemäß ihrer zugeschriebenen Geschlechterrolle erzogen werden.

Demokratie und demokratischer Umgang in Gruppen sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen in Prozessen ausgehandelt und gelernt werden. Wie man dies unter geschlechterreflektierten Aspekten gestalten kann, möchte diese Broschüre aufzeigen. Denn die Erziehung zur Demokratie fängt bereits im Kleinkindalter an.

Interessierte können die Handreichung bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellen (E-Mail: info(at)amadeu-antonio-stiftung.de) oder hier  (PDF-Dokument, 1.6 MB)herunterlanden.



Von Diana Buhe

 

Kontakt

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10115 Berlin
 

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